Redaktionsprozess
Jeder SYLO-Artikel durchläuft dieselbe fünfstufige Pipeline, bevor er auf der öffentlichen Seite erscheint. Die Pipeline ist in unserem internen editorial-policy.md- Dokument ausführlich festgehalten, das im SYLO-Content- Pipeline-Repository liegt und vom Redaktionsteam gepflegt wird. Diese Seite ist die öffentliche Zusammenfassung, damit Leserinnen und Leser, Journalistinnen und Journalisten sowie Google-Quality-Raterinnen und -Rater nachvollziehen können, wie unsere Inhalte entstehen — ohne sich auf bloße Behauptungen verlassen zu müssen.
1. Recherche
Ein einzelner Artikel beginnt mit einem einzelnen Keyword — zum Beispiel „Trigger für Beziehungsstress“ oder „Vagusnerv-Atmung“. Der Recherche- Agent fragt einen kuratierten Satz an Quellen ab: PubMed für klinische und neurowissen- schaftliche Literatur, Semantic Scholar und Google Scholar für eine breitere akademische Abdeckung und Exa für seriöse Online-Quellen, wenn peer-reviewte Arbeiten allein nicht genügen.
Jede potenzielle Quelle durchläuft einen TF-IDF-Relevanzfilter, der alles verwirft, was inhaltlich nicht ausreichend zum Keyword passt. Die verbleibenden Quellen werden in ein typisiertes SourceBundle gebündelt und in drei Stufen klassifiziert: Tier 1 peer-reviewte Primärforschung, Tier 2 systematische Reviews und Meta-Analysen, Tier 3 seriöses Sekundärmaterial. Reicht das Bündel nicht aus, um die für den Artikel nötigen Aussagen auf Tier 1 oder Tier 2 zu stützen, wird der Artikel nicht geschrieben — das Bündel geht zurück zum Recherche-Agent.
2. Texterstellung
Ein Large Language Model entwirft den Artikel aus dem SourceBundle. Jeder faktische Satz im Entwurf muss eine Inline-Zitation im Format [Sn] tragen — die Pipeline erzwingt das deterministisch über einen Nachbearbeitungsschritt, nicht allein per Prompt-Engineering. Jede Zitation verweist auf eine konkrete Quelle, und der Artikel endet mit einem Abschnitt Quellen (bzw. Sources in der englischen Variante), in dem die vollständigen Referenzen aufgeführt sind — damit Du die Originalstudien öffnen kannst.
Die KI soll zusätzlich differenzierende Elemente einbauen — Gegenbeispiele, Limitationen der zitierten Studien, konkrete Effektstärken — damit der fertige Artikel nicht nur gängige Talking Points wiederkaut, sondern der verfügbaren Web-Lage etwas hinzufügt.
3. Automatisierte Prüfung
Bevor ein Entwurf jemals einen Menschen erreicht, prüft ihn der Reviewer-Agent. Die automatisierte Prüfung erledigt vier Dinge: Sie gleicht jede zitierte Aussage mit der zugrunde liegenden Quelle ab, damit die Zusammenfassung das Paper wirklich abbildet; sie bewertet die YMYL-Schwere (Your Money or Your Life) möglicher Gesundheitsaussagen; sie führt ein regex-basiertes Compliance-Gate gegen die nach § 3 Heilmittelwerbegesetz (HWG) verbotenen Claim-Muster aus; und sie überprüft jede Zitations-URL darauf, ob der Link tatsächlich auflöst.
Fällt eine dieser Prüfungen, wird der Entwurf abgelehnt und mit einem strukturierten Feedback-Block erneut in die Textphase geschickt. Nach drei gescheiterten Versuchen wird der Artikel zurückgehalten und zur manuellen Prüfung an das Redaktionsteam eskaliert — statt ihn trotzdem zu veröffentlichen.
4. Redaktionelle Abnahme
Die drei benannten Redakteure — Max Reck, Noah Schömann und Kyr Khoroshko — nehmen den KI-geprüften Entwurf, lesen ihn vollständig und treffen die endgültige Publikationsentscheidung. Hier finden die Urteilsfragen statt: Ein Artikel, der technisch jedes automatisierte Gate besteht, kann sich dennoch vorschreibend, reißerisch oder mehrdeutig lesen — und der Redakteur schickt ihn zurück, bis er für ein nicht-klinisches Publikum respektvoll lesbar ist.
Die Signatur des Redakteurs ist keine Behauptung einer medizinischen Prüfung. Jede SYLO-Autoren-Biografie wiederholt ausdrücklich, dass die Person keine ärztliche Approbation hält und dass die medizinische Autorität unserer Artikel aus den zitierten peer-reviewten Quellen stammt — nicht aus den Autoren selbst. Die Aufgabe des Redakteurs ist redaktionelle Integrität: korrektes Abbilden der Literatur, ehrliche Rahmung, lesbare Prosa — nicht klinische Freigabe.
In dieser Phase läuft auch die artikelspezifische Checkliste gegen Fake-Autoren — verantwortet vom Seelenfreund-Founder/CMO. Sie bestätigt, dass die Signatur dem Redakteur entspricht, der den Artikel tatsächlich geprüft hat, dass keine erfundenen Credentials in die Biografie gelangen und dass kein Fließtext eine medizinische Prüfung durch eine namentlich genannte Person suggeriert, die nicht stattgefunden hat. Diese Checkliste ist das menschliche Gate gegen den schwerwiegendsten YMYL- Fehlertyp — erfundene Expertise — den Code allein nicht abfangen kann.
5. Veröffentlichung
Sobald der Redakteur freigibt, wird der Artikel zu Markdown mit angereicherter Frontmatter serialisiert (Autorenschlüssel, Gutachterschlüssel, Cluster, Tags, FAQs, Übersetzungen, datePublished, dateModified) und auf S3 hochgeladen. Ein Content-Hash wird berechnet, sodass Regenerierungen, die den Text nicht verändern, dateModified nicht unnötig verschieben. Der Upload löst einen repository_dispatch-Event auf GitHub aus, die SYLO-Website baut statisch auf Vercel neu, und die neue URL geht live, sobald das Edge-Deploy abgeschlossen ist.
Alle SYLO-Blog-Seiten werden statisch generiert; es gibt keinen Datenabruf zur Laufzeit auf der gerenderten Artikelseite. Das bedeutet: Das HTML, das eine Suchmaschine sieht, ist das HTML, das Du siehst, und das E-E-A-T- JSON-LD (BlogPosting, Organization, Author und — für YMYL- Cluster — MedicalWebPage) ist serverseitig in die Seite eingebettet, nicht nachgelagert vom Client injiziert.
Weiterführende Seiten
Für die ehrliche Policy zum medizinischen Review — und warum SYLO aktuell keinen internen medizinischen Gutachter angibt — siehe Medizinischer Prüfprozess. Um einen Fehler oder eine veraltete Quelle zu melden, siehe Korrekturen.